PKV dürfte von Gesundheitsreform profitieren

Die Pläne der Bundesregierung dürften der privaten Krankenversicherung (PKV) Neukunden bringen. Union und FDP beabsichtigen, den gesetzlichen Kassen das Angebot von Wahltarifen und Auslandkrankenversicherungen zu verbieten. Auch die 3-Jahrs-Frist soll ab 2011 entfallen.
Die private Krankenversicherung sieht sich für das kommende Jahr gut gerüstet. Der Gesetzgeber will Angestellten den Wechsel in das private System erleichtern. Ab 2011 müssen Arbeitnehmer nur noch einmal über der Versicherungspflichtgrenze verdienen. Bisher waren drei Jahresverdienste über dieser Grenze für den PKV-Wechsel erforderlich. Die Neuregelungen sollen bereits ab 2011 greifen.
Gleichzeitig plant die Bundesregierung, die Geschäftsfelder der gesetzlichen Krankenkassen einzuschränken. So soll es ihnen künftig nicht mehr erlaubt sein, Wahltarife mit Chefarztbehandlungen im Krankenhaus anzubieten. Die Auslandskrankenversicherung soll in Zukunft nur noch von der privaten Krankenversicherung angeboten werden. Einzig Tarife mit Kostenerstattung und Selbstbehalt sollen auch künftig in der GKV möglich sein.
Damit werden die privaten Krankenversicherungen im dualen Gesundheitssystem deutlich gestärkt. Es wird allgemein damit gerechnet, dass vor allem junge Gutverdiener in die Private wechseln wollen und dies ab 2011 auch tun werden.
Kommentare zu dieser Nachricht
Weitere Nachrichten zum Thema Krankenversicherung:
- PKV: Unisex-Tarife für Frauen nur geringfügig billiger
- Tricks, wie man Zahnarztrechnungen reduziert
- Private Pflegeversicherung: Beitragssenkungen für PKV-Kunden zum 1. Januar 2012
- Pflegereform sieht Förderung von Wohngruppen vor
- Auslandskrankenversicherungen: gesetzliche Kassen dürfen sie nicht mehr übernehmen