Zusatzbeiträge: Lohnt sich ein Wechsel der Krankenkasse wirklich?

03.08.10
Lohnt sich der Kassenwechsel

Der Verein Geld und Verbraucher (GVI) ermittelte, daß man bei einem Wechsel der Krankenkasse bis zu 522 Euro jährlich einsparen kann. Diesen Unterschied bewirkt zumeist die Erhebung eines Zusatzbeitrages der jeweiligen Kassen. Aber Achtung! Die Individualleistungen variieren oft stark, so daß ein Wechsel gut überlegt werden muß.

Anzeige

Seit Beginn des Jahres machten 16 gesetzliche Krankenversicherer von ihrem Recht Gebrauch, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Das führte bei den betroffenen Kassen zu einem erheblichen Mitgliederschwund. Andere Kassen profitierten jedoch von diesem Wechsel und konnten einen enormen Zuwachs an Versicherten verzeichnen. Experten schätzen, daß spätestens 2013 alle Kassen zu dieser Maßnahme greifen müssen.

In diesem Jahr gilt noch die alte Regelung, nach der eine Kasse bis zu ein Prozent vom Bruttolohn monatlich erheben darf. Der Maximalwert der zusätzlichen Beiträge liegt demnach bei 37,50 Euro monatlich. Ohne Einkommensprüfung darf ein Betrag von 8 Euro monatlich angesetzt werden. Doch ab 2011 ändern sich die Rahmenbedingungen.

Die Kassen können die Grenze für die Beiträge selbständig festlegen, und Sie unterliegen keiner Verpflichtung zur Einkommensprüfung. Allerdings soll es für Beiträge oberhalb der Zwei-Prozent-Grenze einen Steuerausgleich geben. Möglicherweise kann man als Krankenkassenwechsler vom Regen in die Traufe geraten. Zudem sind die Individualleistungen der einzelnen Kassen – Erstattung von Homöopathiebehandlungen, Akupunktur oder Osteopathie – höchst unterschiedlich, so daß vor einem Wechsel eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Analyse erfolgen sollte.

Kommentare zu dieser Nachricht

Facebook Kommentar

Weitere Nachrichten zum Thema Krankenversicherung: