Fitch straft Spaniens Banken ab

13.06.12

Nachdem die Ratingagentur Fitch die Bonität des finanziell angeschlagenen Landes Spanien um drei Stufen absenkte, sinkt nun der Daumen für 18 spanische Banken. Unter den betroffenen Geldhäusern befinden sich das Finanzinstitut CaixaBank, die Bank Banco Popular und die Bankia. Allein die Bankia benötigt eine Kapitalspitze in Höhe von 23,5 Milliarden Euro.

Die amerikanische Ratingagentur Fitch stufte in einem Rundumschlag 18 spanische Banken herab. Unter den betroffenen Geldhäusern befinden sich das Finanzinstitut CaixaBank, die Bank Banco Popular und die Bankia. Die Bonität der Bankia steht nun bei „BBB“, statt wie bisher bei „BBB+“. Der Ausblick für die Bank befindet sich auf „negativ“, was bedeutet, dass das Geldhaus mit einer weiteren Abstufung rechnen muss.

Die aus Sparkassen hervorgegangene Bankia benötigt eine Kapitalspitze in Höhe von 23,5 Milliarden Euro. Momentan gelten besonders die Banken als bonitätsschwach, welche Geschäfte auf dem Immobiliensektor oder Baumarkt tätigen. Fitch ohrfeigte Spanien erst vergangene Woche, indem die Analysten die Kreditwürdigkeit des Landes um drei Stufen verringerten. Als Gründe für die Abstufung nannten die Experten hohe Kosten für die Sanierung der spanischen Geldhäuser sowie die schlechten Prophezeiungen für das spanische Wirtschaftswachstum.

Vor ein paar Tagen schlüpfte das finanziell angeschlagene Land unter den Euro-Rettungsschirm. Das Land erhält jedoch im Gegensatz zu Griechenland, Italien und Irland keine Finanzspritzen für das ganze Land, sondern spezielle Unterstützung für die Rekapitalisierung der Banken. Schon jetzt gibt es Befürchtungen, dass die Europäer den Tropf für die künstliche Erhaltung quasi bankrotter Geldhäuser füllen. Die Europäer setzten bislang eine Grenze von 100 Milliarden Euro an Hilfsleistungen.

Bereits ab 1. Juli soll das Geld verfügbar sein, welches entweder dem EFSF oder seinem Nachfolger ESM entstammt. Lange hat Spanien versucht, sich selbst zu sanieren, da das Königreich befürchtete, strengste Haushaltsauflagen und Reformen erfüllen zu müssen. Anders als bei den Griechen sprechen die Europäer in diesem Fall jedoch kein Spardiktat aus, da die Hilfen ausschließlich dem Bankensektor zugute kommen. Für Donnerstag wird der Eingang eines formalen Hilfsgesuchs erwartet.

Weitere Nachrichten zur Geldanlage: