Regierung hilft Geringverdienern: Wohngeld und Kinderzuschlag wird erhöht

Die Bundesregierung greift Geringverdienern unter die Arme. Dieser Personenkreis soll künftig mehr Wohngeld erhalten und von einem erweiterten Kinderzuschlag profitieren. Angeblich sollen von der Neuregelung rund 70.000 Familien mit etwa 150.000 Kindern unterstützt werden.
Durch die Absenkung der Mindesteinkommensgrenze ab Oktober sollen deutlich mehr Familien den Kinderzuschlag erhalten. Bei Paarhaushalten beträgt diese dann 900 Euro und bei Alleinerziehenden 600 Euro. Der Zuschuss von höchstens 140 Euro im Monat wird bereits heute an Berufstätige gezahlt, die wegen der Versorgung ihrer Kinder zusätzlich auf "Hartz 4" angewiesen sind.
Die gestiegenen Energiekosten sollen beim Wohngeld mit einer sogenannten Heizkostenkomponente berücksichtigt werden. Angesichts der Mietentwicklung sollen ferner ab Januar 2009 Wohngeld-Tabellenwerte und Miethöchstbeträge um jeweils rund zehn Prozent erhöht werden. Für Bund und Länder ergeben sich durch die Neuregelungen beim Wohngeld Mehrkosten von jeweils 280 Millionen Euro. Durch den erweiterten Kinderzuschlag werde der Bund mit zusätzlich 260 Millionen Euro belastet. Dem stünden Einsparungen beim Arbeitslosengeld 2 und Sozialgeld in Höhe von rund 120 Millionen Euro gegenüber.
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