SEB ImmoInvest: Wann Anleger ihr Geld zurück erhalten

08.05.12

Seit gestern besteht die Gewissheit, dass der SEB ImmoInvest (WKN 980230) abgewickelt wird. Bis 30. Juni 2017 hat das Fondsmanagement nun Zeit, die 132 Immobilien zu veräußern. Die erste Auszahlung an die Anleger ist bereits für Juni 2012 vorgesehen. Wann Anleger ihr Kapital zurück erhalten, haben wir für Sie zusammengestellt.

Bis 30. Juni 2017 wird der SEB ImmoInvest aufgelöst. Damit kann sich das Fondsmanagement deutlich mehr Zeit lassen, als dies z.B. beim AXA Immoselect oder dem KanAm Grundierest der Fall ist, die sich ebenfalls in der Abwicklung befinden. Die von den Anlegern gestellten Verkaufsaufträge werden somit nicht ausgeführt. Stattdessen erfolgt die Auszahlung nach einem festgeklebten Plan und in Abhängigkeit der realisierten Immobilienverkäufe.

Erste Auszahlung im Juni

Bereits im Juni 2012 soll eine erste Ausschüttung an die Anleger erfolgen. SEB gibt an, dass die Höhe voraussichtlich bei 20 Prozent des Fondsvermögens liegen soll. Bei einem Fondsvolumen von rund 6 Milliarden Euro werden also 1,2 Milliarden Euro ausgezahlt. jeder Anleger erhält entsprechend seiner Anteile eine Kapitalauszahlung. 

Künftig sollen halbjährliche Auszahlungen vorgenommen werden, deren Höhe jedoch davon abhängen, welche Objekte zu welchem Preis verkauft werden. Insgesamt müssen 132 Objekte in 18 Ländern veräußert werden. Angesichts des aktuellen Marktumfelds, der gleichzeitigen Auflösung weiterer Fonds sowie der schärferen Kreditvergabe bei Immobilientransaktionen durch Banken dürfte dies kein leichtes Unterfangen sein. 

Ob Anleger tatsächlich Verluste hinnehmen müssen, hängt vom Verkaufsgeschick des Fondsmanagements als auch der weiteren Entwicklung an den Kapitalmärkten ab. Bislang weist der Web ImmoInvest eine Jahresrendite von 5,2 Prozent seit Auflage im Jahr 1989 auf. Für den Langfristanleger dürfte sich dieser Wert nur geringfügig ändern. Anders sieht es für die Investoren aus, die in der Hochphase ihre Anteile erworben haben. Durch die jüngste Abwertung des Anteilspreises von 5 Prozent und einen möglichen Ausgabeaufschlag beim Kauf (bis zu 5 Prozent) sind deutliche Einbußen möglich.

Klar ist aber auch, dass es nicht zu Totalverlusten wie bei Zertifikaten oder Optionsscheinen kommen wird. Dafür sind die im Fonds enthaltenen Immobilien zu werthaltig. 

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