Euro-Krise: Wie sicher sind Staatsanleihen?

15.06.10
Euro-Krise

Viele Sparer sind verunsichert: die Beinahe-Pleite von Griechenland und die anschließende Euro-Krise rufen bei den Deutschen längst verloren gegangene Ängste hervor. Die Angst vor einer Inflation als auch der Verlust des in Staatsanleihen investierten Kapitals. Wie sicher sind Staatsanleihen noch?

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Jeder Staat leiht sich von seinen Bürgern Geld, um die Investitionen und anderen staatlichen Ausgaben überhaupt bewerkstelligen zu können. Staaten können sich - anders als Privatpersonen oder Unternehmen - leichter verschulden, ohne Pleite zu gehen. Dies macht Staatsanleihen grundsätzlich sicherer als Unternehmensanleihen. Damit Staaten jedoch Schulden machen können, müssen die Investoren darauf vertrauen, dass die Schulden auch bedient werden können.

Aus der Historie sind eine Vielzahl von Ländern bekannt, bei denen ein Bankrott auch zum Verlust der Anlegergelder geführt hat. Als letztes großes Land war Argentinien und in der Folge zahlreiche Gläubiger betroffen. Droht dieses auch bei EU-Staatsanleihen? Nun, das Rettungspaket für Griechenland hat gezeigt, dass kein Euro-Staat trotz noch so unseriöser Politik schutzlos fallen gelassen wird.

Doch was geschieht, wenn weitaus wirtschaftsstärkere Länder vom Bankrott bedroht sind. In diesem Fall bleibt nur die Möglichkeit, die Notenpresse anzuwerfen. Dann würden Gläubiger zwar bedient. Jedoch dürfte sich in der Folgezeit eine überdurchschnittliche Inflation ausbreiten und so die Vermögen der Sparer bedrohen. Wer sicher gehen will, dass sein angespartes Vermögen die nächsten Jahre und Jahrzehnte schadlos übersteht, sollte also inflationssichere oder -geschützte Anlagen wählen. Dazu zählen Gold, Immobilien oder Aktien. Als Beimischung bieten sich zudem inflationsgeschützte Anleihen an.

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