Bahnstreik läuft an
Seit 12 Uhr läuft der Streik der Lokführer im Güterverkehr. Morgen wird dann der Personennah- und Fernverkehr folgen. Alle Bereiche sollen bis Samstag früh um 2 Uhr betsreikt werden. Damit beginnt der bislang größte und längste Bahnstreik in der Geschichte.
Sollte sich die Deutsche Bahn nicht zu einem neuen Angebot entschließen können, schließt die Gewerkschaft der Lokführer GDL sogar einen unbefristeten Streik nicht aus. Die GDL fordert einen eingeständigen Tarifvertrag für die Lokführer und eine deutliche Lohnerhöhung. Durch den umfassenden Streik werden massive Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft befürchtet. Es drohe sogar Kurzarbeit, weil der Nachschub für die Produktion fehle, so der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, gegnüber der "Bild"-Zeitung.
Die Bahn will mit Notfahrplänen rund 50 Prozent des Nahverkehrs und zwei Drittel des normalen Personenverkehrs abwickeln. Im osten wird allerdings damit gerechnet, dass nur jeder zehnte Zug fahren kann. Dort ist die überwiegende Zahl der Lokführer nicht verbeamtet und kann sich demnach am Streik beteiligen.
Kommentare zu dieser Nachricht