Geuro: Griechenlands neue Währung?

22.05.12
Griechenland, Fahne, Euro

Volkswirte der Deutschen Bank führten eine Untersuchung durch und gelangten zu dem Ergebnis, dass Griechenland im Falle eines Wahlsiegs der Radikalen Linken, eine Parallelwährung etablieren könnte. Die Experten tauften die neue Währung in „Geuro“. Der „Geuro“ könnte den Volkswirten zur Folge, aus Schuldscheinen der Athener Regierung bestehen.

Experten spielen mittlerweile alle Szenarien durch, die in Griechenland wirtschaftlich und politisch stattfinden könnten. Vom Staatsbankrott über den freiwilligen Austritt aus der Euro-Zone bis hin zur Bildung einer Parallelwährung – denkbar sind momentan alle Planspiele. Da sich in Griechenland keine Regierung bilden konnte, finden am 17. Juni Neuwahlen statt. Experten prophezeien, dass die Radikale Linke viele Stimmen erhalten könnte. 

Im Falle einer Regierung der Linken, könnten die Vereinbarungen und Verpflichtungen hinsichtlich der Sparmaßnahmen gekippt werden. Für diesen Fall stellt die Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Union (EU) und Europäischer Zentralbank (EZB) die Finanzspritzen voraussichtlich ein. Griechenland würde dann zwar noch den Schuldendienst erhalten, finanziell jedoch erheblich ins Straucheln geraten. Für diesen Fall könnte die Bildung einer Parallelwährung existenziell werden.

Volkswirte der Deutschen Bank führten eine Untersuchung hinsichtlich der Etablierung einer Parallelwährung in Athen durch. Die Experten tauften diese Währung „Geuro“. Dieser „Geuro“ könnte den Volkswirten zur Folge, aus Schuldscheinen der Athener Regierung bestehen und helfen, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Troika ihre Hilfsleistungen nicht komplett einstellt, sondern weiterhin unterstützend wirkt.

Das Vorhaben der Volkswirte beinhaltet, dass die griechischen Banken zunächst mit einer europäischen Bad Bank beginnen müssten. Die Banken könnten aber über den europäischen Rettungsschirm EFSF refinanzieren. Das hätte zur Folge, dass die Einlagen garantiert werden könnten, da die Banken unter der Aufsicht der EU stehen. Die Volkswirte verfolgen mit dieser Strategie die Stärkung des Vertrauens von Kontoeigentümern. Die Experten hoffen, dass die Kontobesitzer ihr Vermögen wieder den Banken anvertrauen.

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