Bahnstreik: GDL droht der Bahn

07.03.08
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Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, hat der Deutschen Bahn mit lang andauernden Bahnstreiks gedroht. Schell sagte, dass die GDL die Arbeitskämpfe länger durchhalten könne, als Deutschland sie vertragen könne. Ab Montag, den 10.03.2008, sollen ab 00.00 Uhr sämtliche Bereiche des Bahnverkehrs (Nah-, Fern- und Güterverkehr) unbefristet bestreikt werden.

Dabei hatten sich GDL und Bahn Ende Januar geeinigt. Weitere Arbeitskämpfe schienen abgewendet. Die Vertragsunterzeichnung scheiterte jedoch daran, dass sich die Tarifparteien nicht über einen gemeinsamen Grundlagenvertrag der Bahn einigen konnten, der die Voraussetzung für den Tarifvertrag ist. Die GDL wirft der Bahn vor, mit dem Grundlagenvertrag den Tarifvertrag ad absurdum zu führen.

Unterdessen warf DGB-Chef Michael Sommer der GDL vor, "ihre egoistischen Organisationsinteressen auf Kosten anderer durchzusetzen". "Herr Schell und seine Mitstreiter sollten sich einreihen in die Solidarität mit den übrigen Bahngewerkschaften", forderte Sommer.

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