Walter Riester verteidigt die staatliche Förderrente
Die negativen Berichte in den Medien über die Riester-Rente haben ihre Wirkung gezeigt. Zunächst debattiert der Bundestag in einer aktuellen Stunde am heutigen Tag über die staatlich geförderte Altersvorsorge. Experten und Politiker melden sich zudem zu Wort und raten dazu, auf jeden Fall die Riester-Rente abzuschließen.
In einem SPIEGEL ONLINE-Interview nahm der ehemalige Arbeitsminister und Mitbegründer der Riester-Rente Walter Riester (SPD) zu den Vorwürfen Stellung. Riester warnte vor der Verunischerung von weiten Teilen der Bevölkerung. Keiner wisse vorher, ob er im Alter von der Grundsicherung leben müsse. Un schließlich: "Die Riester-Rente lohnt für jeden."
Der Zusammenhang, dass die Riester-Rente im Alter auf die Grundsicherung angerechnet würde, sei schließlich seit langem bekannt. Zudem ist von dieser Regelung lediglich eine Minderheit der Rentner betroffen. Derzeit beziehen gerade einmal zwei Prozent der Ruheständler die Grundsicherung. Und der Grundsatz, dass zunächst Eigenmittel eingesetzt werden müssen, bevor der Staat auf den Plan gerufen wird, ist ein Grundpfeiler des deutschen Solidarsystems.
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