Bahnstreik: Wird die Wirtschaft lahmgelegt?
Der bisher größte und längste Bahnstreik in der Geschichte hat nun die Wirtschaft mit voller Wucht getroffen. Audi in Brüssel hat bereits zwei Schichten für heute und eine für morgen abgesagt. Auch im Hamburger Hafen stauen sich die Container. Auch Millionen Pendler sind vom Ausstand der Lokführer betroffen und weichen auf alternative Verkehrsmittel aus.
Dies hat in den Ballungsräumen bereits zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt. Unterdessen hat die Deutsche Bahn die Gewerkschaft der Lokführer GDL auf fünf Millionen Euro Schadenersatz verklagt. In der Anklage bezieht sich die Bahn dabei auf die Warnstreiks vom 10. Juli. Grund ist die Verletzung der gesetzlich geschützten Friedenspflicht.
Streik-Profiteure sind die Autovermietungen und Billigfluglinien, die sich auf einzelnen Strecken über ein Buchungsplus von 15 bis 30 Prozent freuen können. Die GDL schließt einen unbefristeten Streik weiterhin nicht aus. GDL-Chef Schell bestätigte, dass die Streikkasse der Gewerkschaft gut gefüllt sei und die GDL einen Streik länger aushalten könnte als es die Bundesrepublik vertrage.
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