DAX bei 6.000 Punkten – Einstieg verpasst?

Runde Zahlen haben eine magische Anziehungskraft auf Börsianer. Sobald sich der DAX einer Tausender-Marke nähert, wird schon spekuliert, wann die nächst höhere erreicht sein wird.
Manchmal kommt es aber anders. So pendelt der DAX seit Januar dieses Jahres um die 6.000 Punkte, ohne sich richtig entscheiden zu können, ob er neue Gipfel erklimmen oder lieber in tiefere Regionen abwandern soll. Die Meinungen der Börsenexperten sind geteilt. Während die Optimisten dem DAX einen weiteren Aufstieg zutrauen, halten die Pessimisten einen Abstieg auf die Börsentiefs vom März 2009 für möglich.
Diese widersprüchlichen Einschätzungen erschweren dem Anleger die Entscheidung, ob er in den Aktienmarkt einsteigen oder es lieber lassen soll. In einer solchen Situation empfiehlt es sich, so das Deutsche Aktieninstitut, den Anlagebetrag nicht auf einmal anzulegen, sondern auf verschiedene Zeitpunkte aufzuteilen. Damit kann der Anleger den Markt weiter beobachten und gegebenenfalls nachkaufen. Diese „zweite Chance“ verringert den Ärger, wenn sich der Einstiegszeitpunkt im Nachhinein als falsch herausstellt, während der Anleger bei steigen-den Kursen den Einstieg nicht vollständig verpasst hat. Allerdings muss beachtet werden, dass für die zusätzliche Transaktion nochmals Gebühren anfallen.
In jedem Fall ist es wichtig, sich vor dem Aktienkauf intensiv mit dem Unternehmen zu beschäftigen. Qualität zählt und gute Unternehmen weisen langfristig, unab-hängig vom optimalen Einstiegszeitpunkt, eine gute Per-formance auf. Ohnehin sollte das Aktienengagement langfristig angelegt sein, um auch mögliche Rückschläge auf dem Aktienmarkt durchstehen zu können.
Quelle: Deutsches Aktieninstitut e.V.
Kommentare zu dieser Nachricht
Weitere Nachrichten zur Geldanlage:
- Griechenland: 15-seitiges Sparpapier verhandelt
- Griechenland: was geschieht im Falle eines Staatsbankrotts?
- Deutschland und Frankreich erwägen Sperrkonto für Griechenland
- Juncker schließt einen Staatsbankrott Griechenlands nicht aus
- Aktien von Immobiliengesellschaften und offenen Immobilienfonds lukrativer als „Betongold“