Nationale Verzehrstudie 2008: Zu fett und zu viel!
Die Deutschen essen zu kalorienreich, ernähren sich zu fett und zu eiweißreich. Die Folge: 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen haben inzwischen Übergewicht. Jeder fünfte leider sogar an Fettleibigkeit (Adipositas). Insbesondere Ältere und sozial Schwache sind von Übergewicht betroffen.
Dies sind die Ergebnisse der ersten gesamtdeutschen nationalen Verzehrstudie, die Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch in Berlin bekannt gab. Dazu wurden fast 20.000 Personen zwischen dem 14. und 80. Lebensjahr nach ihren Einkaufs- und Essgewohnheiten befragt. Zudem wurden die Teilnehmer vermessen und gewogen. Die Ergebnisse deuten nun darauf hin, dass ein großteil der bevölkerung nur unzureichend über die Folgen falscher Ernährung Bescheid weiß. Vor allem bei Bürgern mit geringeren Schulabschlüssen und mit geringerem Einkommen wirken sich diese Defizite auf das Körpergewicht aus.
Auch hinsichtlich des Familienstandes existieren Unterschiede. Ledige sind schlanker als Verheiratete. Verwitwete leiden am stärksten unter Übergewicht. Die Folgen der zunehmenden Fettleibigkeit sind dramatisch. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes steigt rapide an, je fettreicher sich die Personen ernähren. Die Ergebnisse will die Politik nicht zu einer "Olympiade der Verbote" nutzen, wie Seehofer erklärte. Vielmehr sollen freiwillige Nährwertinformationen auf den Lebensmitteln sowie Angaben darüber, wie viel einer Tagesration in dem Produkt beinhaltet ist, die Aufklärung verbessern.
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