Vorstoß für Rente mit 70

28.11.07
Anzeige

Die Diskussion um die Rente mit 67 ist gerade erst abgeklungen, da fordern Ökonomen bereits die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 oder gar 77 Jahre. Damit würden dann wieder die Regelungen aus der Zeit Otto von Bismarcks gelten: Damals wurde das Ruhegeld erst ab dem 70. Lebensjahr ausgezahlt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat nun vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anzuheben. "Auch die Rente mit 67 reicht nicht, die Kosten der steigenden Lebenserwartung auszugleichen", sagt Klaus F. Zimmermann, Chef des DIW. Auch der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, rechnet mit einem weiter steigenden Rentenalter. Er geht sogar davon aus, dass selbst die Rente mit 70 nicht ausreicht. Sinn verweist auf Berechnungen der Vereinten Nationen, die fordern, dass die Deutschen bis 77 arbeiten müssten, wenn das heutige Rentenniveau ohne Erhöhung der Beitragssätze und Steuern beibehalten wollte.

Alledings stoßen diese Vorschläge auf die Probleme der politischen Umsetzbarkeit. Bereits die schrittweise Einführung der Rente mit 67 hat die große Koalition auf die Probe gestellt. Vor allem in der SPD war das Projekt umstritten. Der Parteitag der SPD forderte inzwischen wieder flexiblere Möglichkeiten eines früheren Renteneintritts.

Kommentare zu dieser Nachricht

Facebook Kommentar

Weitere Nachrichten zur Geldanlage: